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Berufsfindung und Selbstfindung -
manchmal das selbe Paar Stiefel


 

Es war mir immer sehr wichtig, was ich tue, womit ich meinen Lebensunterhalt verdiene und meine Tage fülle. Um so unangenehmer war für mich das Gefühl, nicht am richtigen Platz gelandet zu sein, nicht den richtigen Beruf ergriffen zu haben. Ich wollte eine Arbeit ausüben, deren Sinn sich mir direkt erschließt. Als Programmiererin bei einem großen Konzern war mir die Sinnhaftigkeit leider abhanden gekommen.

Obwohl ich das Gefühl hatte, meinen Neigungen zuwider und ungeachtet meiner Fähigkeiten zu leben, hielt ich lange durch. Einmal die falsche Richtung eingeschlagen, hatte ich wenig Vorstellung, wie ich meine Träume noch erfüllen sollte. Ich arrangierte mich mit meinem Beruf, wechselte zu einem kleineren, menschlicheren Arbeitgeber und versuchte zufrieden zu sein. Das gelang auch ganz gut, denn Ich hatte die Biodynamik für mich entdeckt und konnte „nebenbei“ meine Interessen ausleben. 

Mein Inneres hingegen war mit diesem Kompromiss nicht einverstanden. Ich wurde immer wieder krank. Dann erlebte ich einen schweren Schicksalsschlag: mein damaliger Lebensgefährte starb an Krebs. Nun wurden meine Grundfeste in besonderer Weise erschüttert. Ich erkrankte an einer schlimmen Augenkrankheit und fühlte mich nicht mehr in der Lage, meine Arbeit auszuüben.

Nun stand doch eine umfassende Änderung in meinem Leben an. Konfrontiert mit der Brüchigkeit und Endlichkeit des Lebens, stellten sich mir wesentliche Frage nach Lebenssinn und Erfüllung. So zum Beispiel die Frage, wie ich dieses Leben weiterhin gestalten wollte, und auf was für ein Leben ich einmal zurück schauen wollte. Ich kündigte, begann Sozialwesen zu studieren und erlangte die Erlaubnis als Heilpraktikerin für Psychotherapie arbeiten zu dürfen..

Nun arbeite ich schon seit 10 Jahren in meinem „neuen Beruf“. Ich bin dabei einem inneren Ruf gefolgt und habe einen Traum verwirklicht. Neben dem, was sich in meinem äußeren Leben verändert hat, war es vor allem eine Reise zu mir selbst. Bei dieser Reise fühlte ich mich durch meine Biodynamik-LehrerInnen und meiner Biodynamik-Therapeutin in besonderer Weise unterstützt. Es war eine wunderbare Reise, die aber niemals endet, immer wieder neu begangen werden will.

 





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